Sprachbarriere

Nach der Flucht in eine neue Zukunft fehlt es im Alltag der meisten Flüchtlinge an Struktur und Perspektive. Eine Arbeitserlaubnis liegt in weiter Ferne. Erinnerungen an Altes sind frisch. Das Lernen einer neuen Sprache fordert dann nicht nur Selbstdisziplin, es schafft auch ein neues Selbstbewusstsein.

Sprachkenntnisse sind das A und O. Patienten haben eine Symptomatik, die es erschwert zu lernen, haben Konzentrationsschwierigkeiten und sind unausgeschlafen. Es bleibt dann nicht viel hängen. Ich ermutige die Leute hinzugehen. Gott sei Dank gibt es in Bremen ein relativ breit gefächertes Angebot“, meint auch Psychologin Ingrid Koop.

Doch Sprachkurse fördern auch das Knüpfen neuer Kontakte und unterstützen das Verstehen der fremden Gesellschaft. Deshalb fördert die Stadt Bremen Sprachkurse für Flüchtlinge. In erster Linie erfahren Flüchtlinge über ihre Wohnheime, dass Kurse für sie existieren. Die Nachfrage wächst.

Susanne Simon, die Leiterin eines der Sprachkurse, spricht von acht bis zehn Leuten, die gerne auch teilnehmen würden. Zwei Mal die Woche werden 23 Teilnehmer unterrichtet.  Ihr Alter reicht von Ende 20 bis 40 Jahren. Die Anzahl von Männern und Frauen hält sich dabei in der Waage. Gemeinsam führen sie Lektionen und Spiele zum Lernerfolg.

 

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